Geprägt wird das Bild vor allem von generativer KI, also Systemen wie ChatGPT oder Claude, die Texte, Bilder oder Code erstellen. Doch daneben gibt es weitere Formen künstlicher Intelligenz mit völlig anderen Aufgaben. Die falsche KI für die falsche Aufgabe einzusetzen, ist wie einen Nagel mit dem Schraubenzieher in die Wand schlagen: Das Werkzeug ist nicht schlecht, aber für eine andere Aufgabe gemacht.
Gerade bei datenbasierten Entscheidungen wie der Werbeplanung lohnt sich ein genauer Blick: Welche Arten von KI gibt es – und welche ist wofür gemacht?
Im Unternehmenskontext begegnen uns vor allem drei Technologie-Typen, die häufig unter dem Sammelbegriff „KI" zusammengefasst werden, obwohl sie grundverschiedene Dinge tun.
Bekannt durch Tools wie ChatGPT, Midjourney oder Gemini, ist generative KI darauf ausgerichtet, neue Inhalte zu erstellen: Texte, Bilder, Videos oder Code. Sie arbeitet mit großen KI-Modellen und erzeugt Inhalte auf Basis von Wahrscheinlichkeiten und Mustern – nicht auf Basis überprüfbarer Fakten.
Das nüchterne Gegenstück: Analytische KI durchforstet große Datenmengen, erkennt Muster und liefert die Grundlage für fundierte Entscheidungen. Sie arbeitet mit Methoden des Machine Learning und anderen datenbasierten Analyseverfahren. Ihr Ziel ist nicht Kreativität, sondern Erkenntnisgewinn.
Robotic Process Automation, kurz RPA, ist streng genommen keine künstliche Intelligenz im klassischen Sinne, wird aber oft im gleichen Zusammenhang genannt. RPA übernimmt regelbasierte, wiederkehrende Aufgaben – schnell, zuverlässig und fehlerfrei. Es geht dabei weniger um „Denken“, sondern um das automatische Ausführen klar definierter Abläufe.
Generative KI, analytische KI und RPA sind keine Konkurrenten, sie bilden ein Team. Der Schlüssel liegt darin, für jede Teilaufgabe die richtige Technologie einzusetzen. Gerade im lokalen Marketing kann ein intelligenter Mix den entscheidenden Unterschied machen.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Genau hier liegt in der Praxis oft das Problem: Viele Unternehmen setzen KI im Marketing bereits ein, aber nicht immer dort, wo sie den größten Unterschied macht. Texte generieren und E-Mails vorformulieren kann generative KI gut. Die eigentliche Wertschöpfung entsteht jedoch in Kernprozessen wie Mediaplanung, Budgetverteilung und Zielgruppenanalyse. Wer KI dort einsetzt, wo die wichtigsten Entscheidungen fallen, schafft ideale Voraussetzungen für messbare Ergebnisse und einen klaren ROI.
Warum das so ist und was analytische KI in der Praxis konkret leisten kann, erklärt KI-Experte Jan Schoenmakers von Hase & Igel in der aktuellen Folge unseres Local Branding Heroes Podcasts.
marcapo beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie KI das lokale Marketing erfolgreicher machen kann. Im eigens entwickelten Kampagnen-Cockpit der marcapo Marketing-Plattform setzen wir analytische KI genau dort ein, wo sie ihre Stärken voll ausspielt: in der KI-gestützten Werbeplanung.
Die KI analysiert eine Vielzahl interner und externer Datenquellen – von historischen Performance-Daten und Markendaten über lokale Suchanfragen und Kaufkraftstrukturen bis hin zu saisonalen Entwicklungen und Wetterdaten.
Daraus ermittelt die KI für jeden Standort individuell:
Das Ergebnis ist kein pauschaler Marketingplan, sondern eine standortbezogene, datenbasierte Empfehlung. Denn was in der Großstadt funktioniert, muss nicht automatisch in ländlichen Regionen erfolgreich sein. Das Kampagnen-Cockpit geht noch einen Schritt weiter: Die KI empfiehlt nicht nur konkret, was ein Partner tun sollte, die Empfehlung ist direkt mit wenigen Klicks umsetzbar.
Werbeplanung sollte kein Glücksspiel sein. Generative KI kann kreative Ideen liefern, RPA Prozesse beschleunigen. Doch wenn es darum geht, den richtigen Kurs festzulegen, braucht es analytische KI. Sie schafft Transparenz, erkennt Potenziale und stellt sicher, dass Marketingentscheidungen auf einer belastbaren Datengrundlage stehen. Das bildet die Basis für messbare Wirkung und kann zu einem besseren ROI beitragen.
In der aktuellen Folge des Local Branding Heroes Podcasts spricht marcapo Geschäftsführer Thomas Ötinger mit Jan Schoenmakers, Gründer und Geschäftsführer von Hase & Igel, über genau dieses Thema: den Unterschied zwischen generativer und analytischer KI, warum viele KI-Projekte ihren ROI verfehlen – und weshalb die Zukunft des Marketings näher am stationären Handel liegt, als viele vermuten.